Aig. Noire de Peuterey

 

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Aiguille Noire de Peuterey (Mont Blanc)
“Südgrat” (3.772 m)

„Nach einer Nacht voller Sorge und zitternder Erwartung bringt der Morgen gewöhnlich neue Kräfte und Hoffnungen. Doch an diesem Morgen kommt eine neue Qual zu den anderen. Sie ist nicht weniger ernst: meine Hände. Sie sind so voller Wunden und verschwollen, dass ich nichts berühren kann, ohne sogleich einen unerträglichen Schmerz zu spüren. Besonders an der Spitze des linken Ringfingers fühle ich Stiche, die mich eine beginnende Infektion fürchten lassen. Damit ich meine Hände wieder gebrauchen kann, zwinge ich sie zu einer Gymnastik, die mich auf die Zähne beißen lässt. Als ich endlich soweit bin, dass ich aufbrechen kann, steht die Sonne schon hoch.“  

Aus: Walter Bonatti  „Berge - meine Berge“

Die Sonnenterrasse des Rifugio Borelli.

50 Seillängen, 2 Tage Klettern inklusive Abstieg, eine Tour für alle die es lang und anstrengend mögen. Das Ambiente kann wohl nur noch durch Touren an den benachbarten Frêney- oder Brouillardpfeilern getoppt werden.
In allen bisherigen Publikationen wird als Kletterzeit 7-10 Stunden angegeben
. Vielleicht hat dies Rebuffat in seinen besten Zeiten geschafft, der „Ottonormalkletterer“ wird darüber jedoch nur staunen können, denn die sind schon bis zur Pte. Welzenbach nötig – und das ist gerade mal die Hälfte des Anstiegs. Wer hier einsteigt, sollte sich auch ohne langes Topostudium zurechtfinden und einen guten Instinkt für die richtige Routenwahl beweisen. Speedklettern ist Pflicht, möchte man in einem Tag den Gipfel erreichen. Vom Abstieg am gleichen Tag kann man zwar träumen, tatsächlich werden das aber nur gleichzeitig kletternde Seilschaften oder Solisten schaffen, was die Kommentare im Hüttenbuch bestätigen. Nicht selten haben Seilschaften zweimal biwakiert. Immerhin gibt’s reichlich gute Biwakplätze, doch wer sich allzu früh zur Ruhe begibt, bekommt beim Weiterweg am nächsten Morgen – vor allem bei unsicherem Wetter – erneut Zeitdruck, rechtzeitig vor Dunkelheit die Hütte zu erreichen, denn die gleichen Höhenmeter wollen auch wieder über den Ostgrat abgestiegen werden.
Die Kletterei beginnt anspruchsvoll: nur mit Haken abzusichernde, grasdurchsetzte und zum Teil brüchige kompakte Platten und das bei einer nicht ganz einfachen Routenfindung. Nach der „Pte. Bifide“ werden die Kletterei, der Fels und auch die Sicherungsmöglichkeiten immer besser, im oberen Teil einfach traumhaft, leider bleibt nur wenig Zeit zum ausgiebigen Genießen.
Mit entsprechender Erfahrung und Ausdauer wird die Tour ein eindrückliches und großartiges Erlebnis in einer wilden alpinen Umgebung. 
Wer der Sache nicht gewachsen ist, könnte hier sein „Waterloo“ erleben!

Im unteren Drittel des Noiregrates.

Schwierigkeit:

VI+/A0 (VI+ obl.)

Kletterlänge:

2.000 m, 14-16 Std.

 

Tour & Topo im Kletterführer Alpen I

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