Tête de la Maye

 

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Tête de la Maye (Dauphiné) S-Wand (2.516 m)
“Du 5 a tire-larigot” und “Tu ris, Maye” 

Mit Superlativen soll man ja bekanntlich sparsam umgehen. Doch die „Tire-larigot“ gehört zu den besten Touren in diesem Schwierigkeitsgrad. Es dominiert Wandkletterei an großen Schwarten, Warzen, Chickenheads und was der Granit sonst noch an Strukturen parat hält. Auch wenn wir die Absicherung nur als „gut“ eingestuft haben, kommt kein Stress auf, denn dieser äußerst griffige Fels lässt nur ans Klettern denken, und spätestens nach zwei bis drei Seillängen wird hoffentlich jeder jubilieren und alles andere vergessen. Einzig die schönen Risse sind Mangelware, worüber mancher vielleicht gar nicht so traurig ist. Wer auf alpines Ambiente verzichten kann und mit der Aussicht auf Ecrins und Ailefroide Nordwand zufrieden ist, findet hier sicherlich seine Traumtour.

Eine Kombination aus spektakulärer Wand- und Plattenkletterei bietet die „Tu ris, Maye“. Bereits in der ersten Seillänge schießt die Pulsfrequenz nach oben. Man klettert direkt an der Dachkante der großen Grotte, und auch in der nächsten Seillänge geht es so luftig weiter. Während die Griffe hier noch recht brauchbar sind, sollte in den nächsten beiden steilen Längen schon mal vorausschauend die Abfolge festgelegt werden. Weiter oben dominiert elegante Wandkletterei, und die Bewegungen sind ästhetisch. Um die Plattenstellen in sportlich einwandfreiem Stil zu überwinden, ist eine gute Technik und manchmal Nervenstärke von Nöten. Zum Abschluss wird noch einmal die volle Wandbreite ausgenutzt, so dass auch der Nachsteiger – wie schon über der Grotte – den Reiz der Routenführung voll auskosten kann. Womit gesagt wäre, dass auch ein „Nur-Nachsteiger“ den obligaten Schwierigkeitsgrad beherrschen sollte. Auf den letzten Metern verwöhnt die Tour dann noch mal mit herrlicher Griffigkeit.

Schwierigkeit:

“Du 5 a tire-larigot”: VI- (V+ obl.)
“Tu ris, Maye”: VII+ (VII- obl.)

Kletterlänge:

je 450 m, je 4-5 Std.

 

In der 5. SL der “Tu ris, Maye”.

Vor der Schlüsselstelle der “Tu ris, Maye”. Im Hintergrund die Barre des Ecrins.

 

Touren & Topos im
Kletterführer Alpen II

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