Maladière

 

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La Maladière (Mont Blanc) S-Wand (ca. 1.150 m)
“Indiana jaune”, “Vade retro satanas”, “L’Arche perdue” und “Qui s’y frotte s’y pique”

Vermutlich werden sich schon beim Abseilen die Lager spalten: Freunde von steiler, luftiger Kletterei werden jubilieren, dem nicht ganz so Unerschrockenen stockt vermutlich der Atem und das Herz rutscht eine oder gleich mehrere Etagen tiefer. Die beeindruckende Leere hoch über dem Arvetal wird dem weniger abgebrühten Sportkletterer harte psychische Arbeit abverlangen. Vom teilweise rustikalen Ambiente in einigen Seillängen mal ganz abgesehen. Über weite Strecken ist der Fels allerdings kompakt und in den Tropflöcherpassagen bleiben Schuhe und Hände geradezu kleben. Für nahezu alle Routen ist eine gute Kraftausdauer erforderlich!

Klassischste Linie der Wand ist wohl die „Indiana Jaune“. Nach dem unteren, schwer zu lesenden Teil folgt die Route einer natürlichen Linie und zieht über die Rampe der braunen Wand spektakulär auf einen abgespaltenen Pfeiler. Danach verschluckt der Kaminschlund nicht allzu selten seine Schäfchen. Eine moderne Sportkletterei mit alpinen Touch.

Die „Satanas“ ist eine der Toprouten an der Wand. Über weite Strecken wird sie Unterarme und Bizeps begeistern. Zwischendurch verlangen einige Abschnitte aber durchaus auch etwas Technik und Feinmotorik.

Mitten durch den beeindruckendsten Wandteil verläuft die „L’arche perdue“. Im Vergleich zu den anderen Touren in diesem Wandteil nutzt sie allerdings die schwächsten Stellen und mogelt sich an Überhängen und Dächern vorbei. Nichtsdestotrotz wirkt die Umgebung und das Ambiente erdrückend! Die Kletterei ist abwechslungsreich und führt über Platten, fantastischen Tropflochfels und steiles Ausdauergelände zum Ausstieg. In einigen Passagen ist gegenüber der Felsqualität etwas Misstrauen angebracht.

Wie werden aus 100m Wandhöhe eine Tour mit 150 m Kletterlänge? Klar: mit Quergängen! Diese gibt es reichlich in Maladière, und so kann die „Piekseltour“ auch gut als Einsteigerroute empfohlen werden. Man bekommt hier einen repräsentativen Eindruck was in den schweren, längeren Routen folgt. Wer gerne “scharfe Sachen“ klettert, ist hier genau richtig.

Indiana Jones in der Vertikalen.

Schwierigkeit:

„Indiana jaune“ VIII- (VII+ obl.)
„Vade retro satanas“ VIII- (VII+ obl.) 
„L’arche perdue“ VIII+ (VIII- obl.) 
„Qui s’y frotte s’y pique…“ VIII- (VIII- obl.)

Kletterlänge:

bis 200 m, je 2-4 Std.

Einstiegslänge der “Arche perdue”.

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Kletterer im “verlorenen Bogen”; rechts Sporthänger in einer 7c

Hier piekt was!

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