Le Ponteil

 

topoguide.de

Alpen Band I

   Alpen Band II

   Alpen Band III

Korsika

Gebietsübersicht

Magazin

Neuzugänge

Gratistopos

Updates

Verhauer

Sportklettern

Bildergalerie

Bestellung

Le Ponteil (Dauphiné) SO-Wand (1.788 m)
F.O.M.E.C.”, Rôle en dalles”, Le Surplomb Jaune”,
„La Martine”, „Les Diables”

Um es vorwegzunehmen: Die „F.O.M.E.C.“ ist nichts für zarte Gemüter! Es dominiert steile, teils ausgesetzte athletische Kletterei, mal an Riesenauflegern, mal auf feinstem Tropflochfels. Beim Blick nach unten allerdings, zu einem der auf halb acht hängenden Riesenblöcke in der ersten Seillänge, kommt schon mal die Fantasie in Gang. Danach ist der Fels jedoch von hervorragender Qualität, und wo er das nicht freiwillig war, hat „Mr. Bricolage“ alles, was abhauen könnte, angeschraubt und festzementiert. Was für eine Arbeit! Nur, damit wir hier einen tollen Klettertag verbringen können! Bei der Bewertung waren wir uns nicht so ganz einig und konnten auch dem Erstbegeher nicht immer zustimmen. Die Schwierigkeiten bewegen sich jedenfalls meist zwischen VI+ und VII– und sind oft an der jeweiligen Grenze des Grades. Damit die Tour richtig Spaß bereitet, sollte man diesen Grad gut klettern können, auch wenn ein Hochnullen jederzeit möglich wäre.

Der Routenname „Rôle en dalles“ ist etwas ironisch zu interpretieren, denn normalerweise bewegen sich Sportkletterer eher im noch steileren Terrain. Dennoch ist auch hier die Wand mindestens senkrecht, der Fels griffig, und einige Stellen fordern zum Nachdenken auf, wie sie denn gelöst werden sollen. Krönender Abschluss sind die letzten beiden Pfeilerlängen. Wer möchte, nimmt ausreichend lange Expressen mit, um diese zusammenzufassen.

Gleich rechts daneben verläuft die „Les Diables“. Sie ist noch aus der Zeit des klassischen Alpinismus und führt durch eine offensichtliche Riss- und Verschneidungslinie. Dies spiegelt sich auch in der Quantität der Absicherung wieder, die an einigen Stellen unbedingt mobil ergänzt werden sollte. Wenngleich die Kletterei begeistern kann, führt sie doch an so mancher Stelle durch eine rustikale Umgebung. Der Fels ist jedoch gut abgeklettert und ausgeputzt. Ein gewisses Misstrauen kann allerdings nie schaden. 

Die großen alten Klassiker der Wand haben wir uns bis zuletzt aufgehoben. Denn was diese Tourenspezies anbelangt, sind wir mittlerweile etwas vorsichtiger geworden. Dennoch war zu erahnen, dass wir hier nicht enttäuscht würden. Wenngleich natürlich der Fels sowohl in der „Martine“ als auch in der „Surplomb Jaune“ schon öfter benutzt wurde, ist die Kletterei sehr ansprechend und in der „Martine“ sogar recht stimmungsvoll obligat. Somit wurden hier doch noch die klassischen Attribute bewahrt! Beide Touren verlaufen durch die „Schwachstellen“ der imposanten steilen Wand und folgen, wo immer möglich natürlichen Linien. Sportkletterer werden dies in manchen Risspassagen und Verschneidungen sicher gebührend würdigen. Entsprechend der „üblichen“ Skala wurden beide Routen früher mit IV und V eingestuft...

In der rustikalen ersten Länge der “F.O.M.E.C.”.

Nicole en dalle (oben) und zu Besuch bei Martine (unten).

AGBs   -  Bestellung  -  Datenschutz  -  Fundgrube  -  Impressum   -  Kurse  -  Legende   -  Tourenbuch  -  Über uns