Übeleck

 

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Übeleck (Reiteralpe) N-Wand
“Toni” und “Paula” (1.731 m)

Das Übeleck befindet sich in einem der dunkelsten Winkel der Reiteralpe, und der Anblick des Steilwaldes treibt schon am Parkplatz den Zustiegsschweiß auf die Stirn. Während der erste Teil wahrscheinlich vor vielen Jahrzehnten noch von den alten „Böcken“ angelegt wurde und sich gemütlich gehen lässt, wurde der mittlere Abschnitt nun von jungen Gämsen in direkter Linie mit roten Punkten manifestiert und ist dementsprechend mühsam. Die letzten Meter durch die Schlucht sind dann allerdings nicht ganz so wild, wie es von unten ausschaut.

Unseres Erachtens führt der beste Weg zum „Toni“ über die unteren „Schrofenlängen“ der „Paula“, die schon durchaus nette Kletterstellen bereit halten. Man kommt somit schon gut aufgewärmt an den ersten schweren Längen an. Der Zustieg über das Steilgras ist nur bei absolut trockenen Bedingungen ratsam!   

Von den Bändern schaut der obere Plattenpanzer beeindruckend aus! Nachdem beide Touren als die absoluten Toprouten der Nordalpen angepriesen werden, haben wir uns für die schwerere „Toni“ entschieden, zumal sich eine weitere Seilschaft mit der „Paula“ beschäftigte. Im Nachhinein stellte sich dies für uns jedoch als Fehler heraus. Denn einige Stellen entpuppten sich als Zwergentod, und den versprochenen superrauen Fels gab es auch nicht überall. Generell sollten Begeher, um Spaß zu haben, für den „Toni“ ein solides Kletterniveau im achten Grad mitbringen, kleinere Zeitgenossen noch deutlich mehr!

Wer übrigens mal wirklich scharfe Sachen klettern möchte, dem empfehlen wir einen Besuch am Rothorn im Berner Oberland.

In Kuscheldistanz zum „Toni“ verläuft die „Paula“ über eine nahezu naturgegebene Linie. Die Schuppen, Verschneidungen und griffigen Wulste dürften weitaus schöner zu klettern sein als die schwer zu entschlüsselnden oft plattig-steilen Passagen im „Toni“.

Die Routen wurden jeweils Menschen gewidmet, die entweder wie Paula kurz zuvor das Licht der Welt erblickten oder im Falle von Toni nicht mehr sehen. Wahrscheinlich lag darin die Motivation, die Bohrmaschine zigmal dort hoch zu schleifen. Und die Euphorie kannte anscheinend keine Grenzen.    

In beiden Routen sind daher die schweren Stellen jeweils ziemlich obligat zu klettern. Die Bewertungen beider Routen haben wir teilweise um einen ganzen(!) Grad angehoben.

Schwierigkeit:

“Toni”: IX- (VIII/IX- obl.)
“Paula”: VII- (VII- obl.)
 

Kletterlänge:

je 525 m, 6-7 Std.

 

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